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Studium und Ausbildung

Ausbildungsentscheidung - Weichenstellung für den Lebensweg

Auch wenn man heute davon ausgehen kann, dass eine Berufsentscheidung die man trifft, nicht für das ganze Leben hält, werden mit der Entscheidung für ein Studium oder mit einer anderen Ausbildung wichtige Grundlagen für den weiteren Lebensweg gelegt.

Dabei sollte man sich in seinen Überlegungen ein Studium oder eine Ausbildung zu beginnen, neben den aktuellen persönlichen Neigungen, Interessen und Fähigkeiten auch über die späteren beruflichen Anforderungen und die künftigen Aussichten einer Ausbildung, so weit wie möglich, Gedanken machen.



Hochschulreife - alle Wege stehen offen

Wer das Zeugnis der allgemeinen bzw. fachgebundenen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife erhalten hat, hat zunächst einen wichtigen Schritt in Richtung des dritten Bildungsweges gemacht. Nun eröffnen sich Chancen, die eigene weiterführende Ausbildung zu planen und zu gestalten, die auch den persönlichen Vorstellungen entsprechen. Dabei gibt es eine Vielzahl von Hochschulen, an denen man die Wunschstudiengänge besuchen kann. Die Studienanfängerquote, das bedeutet die Anzahl der Erstsemester der gleichen Bevölkerung steigt kontinuierlich von Jahr zu Jahr an.

Die Hochschulreife muss jedoch nicht zwangsläufig bedeuten, dass ein Studium immer der beste Weg für einen ist. Auch sollten Studienanfänger mit sehr guten Abitursnoten nicht nur deswegen ein Studium mit einem NC wählen. Eine gute alternative zum Studium ist eine qualifizierte Ausbildung in Verbindung mit berufsbegleitenden Fortbildungen, die einem gute berufliche Chancen eröffnen. Dabei gibt es eine Reihe von Ausbildungen in der Industrie, Handel, Handwerk und auch freie Berufe, die vielfältige interessante Karrierechancen bieten. In zukunftsträchtigen Branchen hat man es geschafft, neue Berufsbilder zu schaffen, die Ausbildungen außerhalb des Studiums eröffnen.

Unabdingbar - frühzeitige Information über eine Ausbildung bereits schon während dem Studium

Jeder Schulabgänger sollte sich schon zu einem frühen Zeitpunkt Gedanken darüber machen, was seine beruflichen Zielvorstellungen sind. Dabei sollte man die Studien und Ausbildungsinteressen mit einbeziehen, da diese nicht unbegrenzt verfügbar sind. Es gibt verschiedene Hilfestellungen, die man in Anspruch nehmen kann. Darunter fallen die Studienberatung, Eltern, Lehrer und der Bekannten und Freundeskreis, die sich in einer Ausbildung befinden oder ein Studium abgeschlossen haben. Falls Sie die Möglichkeit haben in einem Betrieb ein Praktikum zu absolvieren, sollten Sie dieses tun, da Sie dabei einen typischen Arbeitstag kennen lernen können. Ein wichtiger Punkt ist auch das Lesen und Auswerten von einschlägiger Fachliteratur, die einem bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen.

Bei allen Überlegungen sollten Sie beachten, dass wir uns heutzutage in einer stark wandelnden Arbeitswelt befinden. Es gibt verändernde Strukturen des Arbeitsmarktes und auch viele
Spezialisierungen und Technisierung in weiten Bereichen bestimmter Berufsfelder. Deswegen ist Flexibilität und Mobilität ein wichtiger Bestandteil im zukünftigen Arbeitsleben und während dem Studium. Sie sollten im Zweifellsfall nicht immer nach dem Trend gehen sondern versuchen eine Nische zu finden, in der es nicht sehr viele Mitbewerber gibt mit denen Sie konkurrieren müssen. Man sollte aber auch versuchen das ganze Berufsspektrum in seine Überlegungen eine Ausbildung zu beginnen mit einbeziehen, da sich heutzutage die Mehrheit nur auf bestimmte Berufe konzentriert.

Gründe, die für ein Studium sprechen:

  • Bestimmte berufliche Ziele können nur durch ein Studium verwirklicht werden.li>
  • Ein abgeschlossenes Studium ist für gehobene berufliche Positionen meistens Vorraussetzung. li>
  • Höherqualifizierung ist ein anhaltender Trend und Akademiker und Akademikerinnen sind deutlich weniger arbeitslos als andere Qualifikationsgruppen.

  • Ein Studium dient dazu wissenschaftliche Interessen zu befriedigen und für ein breites Berufsspektrum Fähigkeiten zu entwickeln.

Gründe, die für eine Ausbildung außerhalb der Hochschule sprechen:

  • Die Ausbildung ist kürzer und führt zu einer frühen finanziellen Unabhängigkeit und allgemeinen Selbstständigkeit.

  • Man hat bessere Chancen in das Berufsleben nahtlos überzugehen, da man in seinem Ausbildungsbetrieb direkt in den Beruf einsteigen kann.

  • Eine berufliche Ausbildung unmittelbar nach dem Schulabschluss ist ein Vorteil für diejenigen, die sich nicht für theoretisch-wissenschaftliche Tätigkeiten, sondern für praktisch-organisatorische Tätigkeiten interessieren und sich dafür eher geeignet fühlen.

  • Außerhalb der Hochschule gibt es zahlreiche Ausbildungsgänge wie zum Beispiel Berufsakademien.

Studium: Entscheidungshilfen

Falls Sie ein Studium anstreben, sollten Sie sich mit folgenden Themen auseinandersetzen:
  • Informieren Sie sich über die verschiedenen Studienangebote und wo, sich die entsprechenden Studienorte befinden. Beachten Sie dabei die verschiedenen Abschlussmöglichkeiten und wie sich diese beruflich verwerten lassen.

  • Wie sieht die Möglichkeit aus, nach Abschluss des Studiums in das Berufsleben einzusteigen.

  • An welchen Hochschularten (z.B. Universität, Kunst- oder Musikhochschule, Fachhochschule) besteht die Möglichkeit zu studieren. Gibt es dabei spezielle Vor- und Nachteile, die man beachten muss.

  • Machen Sie sich klar, ob der gewählte Studiengang Ihrer Begabung, ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht. Welche Voraussetzungen haben Sie in der Schule, durch den Besuch eines Grund- oder Leistungskurs erworben.

  • Welche Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es während des Studiums? Müssen Sie dabei eventuelle Zulassungsbeschränkungen beachten? An einigen Hochschulen werden zusätzliche Auswahl-/Studierfähigkeitstests durchgeführt?

  • Gibt es Bewerbungstermine oder Einschreibefristen für ein Studium, die beachtet werden müssen?

  • Informieren Sie sich über das Studium und dessen Struktur

  • Auf welche Finanzierungsmöglichkeiten können Sie zurückgreifen?

Berufliche Ausbildung: Entscheidungshilfen

Falls Sie eine berufliche Ausbildung anstreben, sollten Sie sich unter anderem über folgende Themen informieren:
  • Welche verschiedene Berufe/Ausbildungsgänge kommen für Sie in Frage? Beschränken Sie sich dabei nicht nur auf Ihre Traumberufe, sondern wählen Sie auch realistische Alternativen aus. Wo ist die geplante Ausbildung möglich?

  • Wie groß ist die Anzahl an Ausbildungsplätzen, die im Unternehmen zur Verfügung gestellt werden? Wie hoch ist dabei die Anzahl der Bewerber?

  • Gibt es Bewerbungsfristen, die beachtet werden müssen? Wie sind die Einstellungskriterien des Unternehmens?

  • Wie ist die Ausbildung gegliedert und aufgebaut?

  • Wie lange dauert die Ausbildung? Ist eine Verkürzung möglich?

  • Wie hoch ist die Vergütung, die während der Ausbildung gezahlt wird und kann man Förderungen beziehen?

  • Welchen Abschluss erhalte ich am Ende einer erfolgreichen Ausbildung?

  • Gibt es einen staatlich anerkannten oder firmeninternen Abschluss?







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