Neben dem Beruf zum Masterstudium

Was ist ein nebenberufliches Studium?

Der Begriff ’nebenberufliches Studium‘ ist im Grunde selbsterklärend. Bei dieser Variante findet das Studieren neben der eigentlichen beruflichen Tätigkeit statt. Anders als bei einem herkömmlichen Studium nimmt es keinen Vollzeitstundenplan in Anspruch, sondern wird teilzeitlich abgelegt.

Auf die Frage, in welcher Weise ein nebenberufliches Masterstudium wahrgenommen werden kann, soll die nächste Rubrik Antworten geben. Des Weiteren werden die Vorteile eines vorhandenen Bachelorabschlusses als beruflicher Einstieg erläutert.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Wer nebenberuflich studieren möchte, hat die Wahl zwischen vier unterschiedlichen Studienformen. Sie richten sich speziell an Berufstätige, die zusätzlich einen Masterabschluss erwerben wollen.

– Abendstudium:

Im Fall des Abendstudiums werden die Vorlesungen und Seminare auf die abendlichen Stunden gelegt. Tagsüber kann der Studierende seinen beruflichen und/oder privaten Verpflichtungen nachgehen. Hier liegt der Schwerpunkt auf Lehrveranstaltungen mit Präsenzzeit. Da ein Dozent anwesend ist, werden die Teilnehmer dementsprechend persönlicher betreut. Im Übrigen verringert sich die Nachbereitung daheim. Beim universitären Studieren nimmt hingegen die Heimarbeit außerhalb der Vorlesungszeiten einen grundlegenden Anteil ein. Daneben kann man sich auf die Veranstaltungen gezielter einstellen, da sie immer zu festen Zeiten anberaumt sind. Wer auf einen geregelten Tagesablauf Wert legt, ist beim Abendstudium bestens aufgehoben.

– Fernstudium:

Die Option des Fernstudiums ist vor allem bei Personen beliebt, die bevorzugt selbstständig arbeiten. Es ermöglicht seinen Absolventen ein besonderes Maß an Flexibilität. Feste Zeitpläne gibt es nicht, stattdessen teilt sich der Student seine Aufgaben selbst ein. Bei Fragen wendet er sich via Emailkontakt an einen qualifizierten Dozenten und schildert sein Anliegen. Folglich ist man auch bei einem Fernstudium nicht völlig auf sich alleine gestellt. Anders als an einer klassischen Universität der kann der Master im Rahmen eines Fernstudiums oft schon nach zwei Semestern abgeschlossen werden. So spart der Absolvent vor allem Zeit und Geld.

– Onlinestudium:

Virtuelle Studiengänge sind eng mit dem Fernstudium verwandt. Auch bei einem Onlinestudium kann der angehende Masterkandidat seinen Stundenplan selbst zusammenstellen. Solche Angebote im Netz richten sich insbesondere an Arbeitnehmer, für die ein Präsenzstudium aus Zeitgründen nicht infrage kommt. Genau wie beim Fernstudium erfolgt die Kontaktaufnahme zwischen Lehrendem und Studierendem durch technische Vorrichtungen wie Webcam oder Mail. Darüber hinaus sind für Onlinestudiengänge häufig geringere Gebühren fällig, als wie es bei einem Hochschulstudium üblich ist. Mitunter entfallen die Kosten sogar komplett. Wegen der günstigen finanziellen Bedingungen erfreuen sich Onlinestudiengänge wachsender Beliebtheit.

– Duales Studium:

Beim dualen Studium greifen Theorie und Praxis ergänzend ineinander über. Während der Praxisteil am Arbeitsplatz durchgenommen wird, deckt die Hochschule den theoretischen Aspekt ab. Häufig werden wirtschaftliche Fächer im dualen System unterrichtet, zum Teil auch einige Ausbildungen. Duale Studiengänge sind bei einem Wunsch nach möglichst zeitnaher Berufserfahrung empfehlenswert. Auszubildende müssen ihre Studiengebühren zumeist nicht aus dem eigenen Geldbeutel heraus bezahlen. Dafür ist der Lehrbetrieb zuständig. Für die praktische Arbeit wird der Studierende ebenfalls vom Ausbilder vergütet.

Warum sollte gerade der Masterstudiengang parallel zum Beruf stattfinden?

Üblicherweise bauen die Mastersemester auf dem Bachelor auf. Somit stellt ein Bachelorabschluss die notwendige Voraussetzung für einen Studiengang im Master dar. Zudem berechtigt ein erfolgreich bestandener Bachelor zum Ergreifen eines Jobs. Das theoretisch angeeignete Wissen kann somit direkt in der Praxis angewandt werden. Während des Masters spezifiziert der Absolvent seine fachliche Expertise.

Nebenberuflich Studierende haben Vorteile gegenüber nicht erwerbstätigen Studenten. Sie haben nicht nur erste Einblicke in die Arbeitswelt gewonnen, sondern sind bereits vollständig ins berufliche Umfeld integriert. Zusätzlich zum regelmäßigen Gehalt konnten sich die arbeitenden Masterstudenten einen festen Platz in ihrem Beruf sichern, den sie nach dem beendeten Bachelor ergriffen haben. Abgesehen davon erhöhen sich die Karrierechancen nochmals mit einem Masterabschluss in der Tasche.

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